Viele Menschen leiden unter einem Mangel an Selbstliebe – oft, ohne es zu wissen. Dieser Mangel zeigt sich auf unterschiedlichste Weise.
Seit jeher suchen wir nach Bestätigung im Aussen: durch beruflichen Erfolg, Statussymbole oder Beziehungen.
Doch echte Erfüllung und innere Stärke entstehen nicht durch die Anerkennung anderer, sondern durch die Fähigkeit, sich selbst bedingungslos anzunehmen.
Ich weiss aus eigener Erfahrung, wie schwer Selbstliebe sein kann. Lange Zeit machte ich meinen Wert von äusseren Erfolgen abhängig. Doch irgendwann wurde mir klar: Wahre Selbstliebe kann nicht von aussen kommen – sie beginnt tief in unserem Inneren.
Je bewusster ich lernte, mich selbst anzunehmen und liebevoll mit mir umzugehen, desto unabhängiger, stärker und erfüllter fühlte ich mich.
In diesem Artikel erfährst du, warum es so wichtig ist, dir selbst die Liebe zu geben, die du von anderen erwartest – und wie du dadurch dein Selbstwertgefühl langfristig stärken kannst.
Die Bedeutung der Selbstliebe – Du bist wertvoll, genau so wie du bist
Selbstliebe ist ein grundlegender Bestandteil deines Daseins. Wenn du dich selbst wirklich liebst, erkennst du deinen Wert unabhängig von äusseren Umständen an.
Dein Wert ist unantastbar – ganz unabhängig von Leistung, Aussehen oder Erwartungen.
Doch genau das vergessen wir oft, wenn wir unser Selbstbild von Likes, Kommentaren oder der Meinung anderer abhängig machen.
Erkenne: Du bist genug – jetzt und immer. Dein Wert liegt nicht in dem, was du tust oder wie andere dich sehen, sondern in dem, was du bist. Je mehr du das verinnerlichst, desto mehr wirst du dich von der ständigen Suche nach Anerkennung lösen können.
Externe Bestätigung – warum sie nie genug ist
Natürlich fühlt es sich gut an, Komplimente zu bekommen oder Anerkennung zu erfahren. Doch die Gefahr liegt darin, dass externe Bestätigung oft nur kurzfristig wirkt.
Wenn dein Selbstwert von der Meinung anderer abhängt, wirst du immer wieder nach Bestätigung suchen, um dich wertvoll zu fühlen.
Das Problem: Dieses Gefühl von Selbstwert kommt in Wellen – es steigt mit dem Erfolg, aber ebbt schnell wieder ab.
Immer wenn du etwas erreicht hast, fühlst du dich wertvoll und zufrieden. Dieses Gefühl verebbt mit der Zeit, und es entsteht der Druck, das nächste Ziel erreichen zu müssen, um dich wieder gut zu fühlen.
Dadurch schwankt dein Selbstwert ständig. Idealerweise sollte er jedoch unabhängig von äusseren Faktoren stabil und konstant bleiben – eine innere Wertschätzung, die nicht von Erfolgen oder der Anerkennung anderer abhängt.
Das Entscheidende: Externe Bestätigung dient nur deinem Ego – nicht deiner Selbstliebe. Der Name sagt es schon: Selbst-Liebe. Diese Liebe sollte aus deinem Inneren kommen, nicht von äusseren Einflüssen abhängen.
Wahre Selbstliebe bedeutet, dir selbst zu geben, was du von anderen erwartest. Wenn du dir selbst Anerkennung, Mitgefühl und Wertschätzung schenkst, wirst du nicht mehr abhängig davon sein, dass andere es tun.
Selbstgenügsamkeit als Schlüssel zur inneren Stärke
Selbstgenügsamkeit bedeutet, sich selbst genug zu sein. Das bedeutet nicht, dass du keine Beziehungen brauchst, sondern dass dein Glück nicht von anderen abhängt.
Stell dir vor, dein innerer Wert wäre wie eine volle Batterie. Wenn du dich selbst liebst, sorgst du dafür, dass sie aufgeladen bleibt – unabhängig davon, ob andere sie gerade „aufladen“ oder nicht. Bist du hingegen ständig auf die Bestätigung anderer angewiesen, ist deine Batterie ständig leer und du suchst verzweifelt nach externen Quellen.
Ich habe gelernt: Je mehr ich mich selbst schätze, desto stabiler und gelassener bin ich – in guten und in schlechten Zeiten.
Praktische Tipps für mehr Selbstliebe und Selbstgenügsamkeit
Es ist nicht immer einfach, sich selbst zu lieben – vor allem, wenn du es gewohnt bist, Bestätigung von aussen zu suchen. Doch du kannst lernen, deine Selbstliebe aktiv zu stärken.
Hier sind 7 wirkungsvolle Tipps:
1. Achtsamkeit üben
Nimm dir täglich bewusst Zeit, um in dich hineinzuhören: Was fühlst du? Was brauchst du?
Achtsamkeit hilft dir, dich mit deinem inneren Selbst zu verbinden und deine Bedürfnisse besser zu verstehen.
2. Positives Selbstgespräch entwickeln
Wie sprichst du mit dir selbst? Sei ehrlich: Würdest du mit einer Freundin so reden, wie du manchmal mit dir selbst sprichst?
Ersetze Selbstkritik durch liebevolle Worte.
Zum Beispiel: Statt „Ich bin nicht gut genug“ kannst du sagen: „Ich gebe mein Bestes, und das ist genug.“
3. Grenzen setzen
Um dich selbst zu lieben, musst du lernen, deine Grenzen zu respektieren. Sage bewusst „Nein“ zu Dingen, die dich auslaugen, und „Ja“ zu dir selbst.
Jedes Mal, wenn du deine eigenen Bedürfnisse ernst nimmst, wächst deine Selbstliebe.
4. Selbstfürsorge als Priorität setzen
Selbstfürsorge ist kein Luxus, sondern essenziell. Ob ein Spaziergang, ein entspannendes Bad oder ein Abend mit einem guten Buch – nimm dir bewusst Zeit für dich.
5. Bewusstsein über deinen Wert entwickeln
Erinnere dich regelmässig daran, dass dein Wert nicht von deinen Leistungen, Erfolgen oder äusseren Ereignissen abhängt, sondern in deiner Existenz als Mensch an sich liegt. Jeder Mensch ist wertvoll, unabhängig von Erfolgen oder Misserfolgen.
Mach dir bewusst, dass du deinen Wert nicht verdienen musst – du besitzt ihn immer.
6. Schöne Momente bewusst wertschätzen
Richte deine Aufmerksamkeit bewusst auf die schönen Momente deines Alltags. Notiere dir jeden Abend drei Dinge, für die du dankbar bist. Dadurch stärkst du deine positive Haltung dir selbst gegenüber und vertiefst deine Selbstliebe.
7. Schätze und pflege deinen Körper
Dein Körper begleitet dich jeden Tag und verdient Wertschätzung und Fürsorge. Höre auf seine Bedürfnisse, gönne ihm Ruhe, Bewegung und gesunde Nahrung. Indem du gut zu deinem Körper bist, stärkst du zugleich deine Selbstliebe und dein Wohlbefinden.
Die wahre Quelle der Liebe liegt in dir
Die Liebe, die du von anderen erwartest, sollte niemals deine Hauptquelle des Glücks oder Selbstwerts sein. Indem du lernst, dir selbst die Liebe zu geben, die du von anderen wünschst, wirst du unabhängiger, selbstbewusster und stärker.
Selbstliebe ist kein Ziel, das du einmal erreichst und abhaken kannst – sie ist eine tägliche Praxis.
Es gibt Tage, an denen es leichter fällt, und Tage, an denen die Zweifel lauter sind. Doch je mehr du übst, desto mehr wird Selbstliebe zu einer Gewohnheit, die dein Leben verändert.
Also frage dich heute: Wie kannst du dir selbst die Liebe geben, die du von anderen erwartest?
Alles Liebe,
Liv



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